Herrenhäuser der Oberlausitz

Guten Tag, die gnädigen Herrschaften – keine Angst wir wollen Ihnen nicht zu Nahe treten. Aber wer wollte nicht schon mal wissen, wie die „Gnädigen Herrschaften“ gewohnt und gelebt haben.

In der Oberlausitz gab es seit dem 13. Jahrhundert viele Adelsfamilien – egal welcher Herkunft – die sich in der Oberlausitz ansiedelten. Davon zeugen 178 Burgen und Schlösser in der Oberlausitz. Viele Herrenhäuser sind verfallen und nur noch Ruine, aber es gibt auch eine Menge von Herrenhäusern, die wieder rekonstruiert wurden und jetzt richtige „Kleinode bzw. Schönheiten“ geworden sind.

Möchten Sie solche „kleinen Schönheiten“ kennen lernen, dann sind Sie bei dieser Fahrt richtig. Steigen Sie ein und lassen Sie sich überraschen.

Die „gnädigen Herrschaften“ blieben ja immer bis in die „Puppen“ im Bett. Dies ist heute leider nicht möglich. Es geht bereits um 8.00 Uhr los. Lassen Sie sich wie die „Gnädigen Herrschaften“ durch die Gegend – in diesem Falle durch unsere wunderschöne Oberlausitz – kutschieren. Keine Angst Ihre Kutsche hat ein paar PS mehr unter der Haube. Denn wir möchten Ihnen ja auch einiges zeigen.

Das Wasserschloss Ebersbach bei Görlitz gehört zu den ältesten Herrensitzen in der östlichen Oberlausitz. Es wurde um 1200 erbaut. Hier werden Sie aussteigen und einen kurzen Rundgang um die Schlossanlage unternehmen bzw. wie hieß es früher „flanieren“.

Weiter geht es in Richtung Königshain. Königshain ein kleines Dorf am südlichen Rand der Königshainer Berge, besitzt gleich 3 Schlösser. Zwei dieser wurden in den letzten Jahren saniert. Das alte Schloss ist ein rechteckiger Renaissancebau mit zwei quadratischen Türmen. Das neue Schloss ist dagegen sehr schlicht gehalten. Der Königshainer Schlosskomplex bietet eine eindrucksvolle Mischung aus Natur, Geschichte und Kultur.

In Arnsdorf unserer nächsten Station wird es nur einen kurzen Stopp. Hier schauen Sie sich das Schloss und die Orangerie an. Leider nur von außen, da es jetzt ein privates Mehrfamilienhaus ist. Das Schloss, wie es im Dorf stets genannt wird, ist ein stattliches Bauwerk , was eigentlich nichts mit einem Schloss zu tun hat. Aber sehr imposant anzuschauen ist.

Am Schwarzen Schöps befindet sich das „Wasserschloss Döbschütz“, welches ein Spielzeugmuseum beherbergt, mit einem angrenzenden großen Gutshof, einer sogenannten Hoferehde. Es gilt als älteste Anlage ihrer Art in der Oberlausitz. Auch die Liste der ehemaligen Besitzer hört sich sehr interessant an – der ein oder andere ist uns in der Geschichte schon mal begegnet – so u.a. die Familie von Gersdorff oder der Generalfeldmarschall Albrecht Graf von Roon, beide werden Ihnen auf Ihrer Fahrt noch einmal begegnen. Hier zeigt Ihnen auch der Hausherr sein Reich.

Vor dem Mittagessen erleben Sie noch ein Stück Preussen in Sachsen. Umgeben von einem Landschaftspark erhebt sich der imposante Bau des Krobnitzer Schlosses . Hier begegnet uns der preußisches Kriegsminister und Generalfeldmarschall Albrecht Theodor Emil Graf von Roon wieder. Er ließ das Schloß durch Aufstockung des Mansardgeschosses mit Flachdach und Balustrade in ein neoklassizistisches Gebäude umgestalten. Im Schloss wird schrittweise eine Dauerausstellung zur Architekturgeschichte der Oberlausitz im 19. Jahrhundert sowie ein Roon- Kabinett aufgebaut. Auch dieses Kleinod werden Sie besichtigen.

Doch jetzt ist es Zeit zur Stärkung. Wir werden in Königshain zu Mittagessen.

Nach dieser Stärkung wandeln wir wieder auf den Spuren von den „gnädigen Herrschaften“ und wir begegnen wieder der Familie von Gersdorff. Dieses in der Oberlausitz weit verbreitete Adelsgeschlecht derer von Gersdorff hatte sich einen beträchtlichen Grundbesitz geschaffen – so u.a. auch in Gersdorf und gehörte zu den wohlhabendsten Adelsfamilien.

Aber die Familie von Gersdorff wird Ihnen auch in Görlitz begegnen. Adolph Traugott v. Gersdorf (1744 – 1807) , 1779 Mitgründer der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften zu Görlitz, Naturforscher und Sozialreformer. Bis heute sind seine Bibliothek und die von ihm für seine Forschungen benutzten physikalischen Geräte Bestandteil des Stadtmuseums am Untermarkt in Görlitz.

Jetzt geht es wieder langsam in Richtung Görlitz. Sie werden in Tauchritz einen Zwischenstopp einlegen. Das auf einer von Wassergräben umflossenen Insel gelegene Schloss Tauchritz geht auf eine Wasserburg des 13. Jahrhunderts zurück. Auch hier begegnet uns wieder ein gräflicher Zweig der Familie von Gersdorff. Man könnte meinen, ein romantisches Schloss auf einer steilen Felsklippe vor sich zu haben, denn nur wenige Schritte entfernt öffnet sich der Abgrund zum Berzdorfer See.

Die Schlossanlage, deren erste urkundliche Erwähnung auf das Jahr 1306 zurück geht, war seit dem 18. Jahrhundert im Besitz des nahe gelegenen Stiftes Joachimstein , dem heutigen polnischen Radomierzyce, welches unsere letzte Station auf dieser Fahrt sein wird. Hier erwartet Sie „barocker Glanz für adlige Damen“ bzw. das „Weltadlige Fräuleinstift Joachimstein“. Joachimstein galt einmal als das schönste Schloss der Oberlausitz. Leider kann man dieses nicht von Innen besichtigen, leider nur von Außen.

Nun geht es zurück nach Görlitz.

Die angegebenen Herrenhäuser und Schlösser können nicht alle zu jedem Termin besucht werden. Somit kommt es bei den einzelnen Fahrten zu unterschiedlichen Besichtigungen und Touren. Es werden dann andere Schlösser als Ersatz angefahren.

Preis:

48,00 Euro pro Person
(Bus, Reiseleitung, Eintritte)

Mindestteilnehmerzahl: 4 Personen

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