Görlitzer Synagoge sonntags wieder geöffnet

Nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten an der Kuppeldecke steht die Görlitzer Synagoge wieder jeden Sonntag für Besucher offen. Der Förderkreis Görlitzer Synagoge ermöglicht zwischen 11.00 und 13.00 Uhr Führungen in dem jüdischen Sakralbau. Bis in den Oktober hinein erhalten Einheimische und Gäste der Stadt damit zumindest einmal wöchentlich Gelegenheit, das ansonsten verschlossene Gebäude in der Otto-Müller-Straße 3 zu besichtigen.

Die Kuppel mit dem Löwenfries im Hauptraum erstrahlt nach der Restaurierung vergoldet und in frischen Farben. Die Arbeiten an der Decke sowie an einer Probeachse unter der Frauenempore wurden im Juli abgeschlossen. Die Stadt Görlitz als Eigentümerin des Gebäudes hatte dafür 2012 Zuschüsse aus einem Förderprogramm des Bundes erhalten, nachdem die Synagoge in die Liste der „national wertvollen Kulturdenkmäler“ aufgenommen worden war. Die Restaurierungsarbeiten sollen in absehbarer Zeit am Thoraschrein fortgesetzt werden, wo bereits die erhaltenen Malereien gesichert wurden.

Bild von Anett Böttger: Deckenansicht im Hauptraum der Görlitzer Synagoge

Bild von Anett Böttger: Deckenansicht im Hauptraum der Görlitzer Synagoge

Hintergrund:

Die Synagoge in Görlitz ist seit 1963 im Besitz der Stadt. Das Gebäude wurde von 1909 bis 1911 nach Plänen der Dresdner Architekten William Lossow und Max Hans Kühne errichtet. Der jüdische Sakralbau ist die einzige Synagoge in Sachsen, die die Nazi-Zeit überdauert hat. Nach Jahrzehnten des fortschreitenden Verfalls wurde das Gebäude in den 1990er Jahren in seiner Substanz gesichert. 2008 ließ die Stadt Sicherheitsmängel beseitigen, damit das Haus für Veranstaltungen mit bis zu 230 Personen genutzt werden kann.

 

 

 

 

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