19. Görlitzer Brückenweg am Sonntag, dem 1. September 2013

Brücke„Zwischen Tragen und Ertragen“

Der Görlitzer Brückenweg am 1. September ist ein Geh-Denk-Weg: Der Tag, an dem im Jahr 1939 mit dem Angriff der deutschen Wehrmacht auf Polen der 2. Weltkrieg begann, steht im Zeichen der Erinnerung an die abgründigen Folgen menschenverachtender Ideologie, das Grauen des Krieges und die Kriegsfolgen mit ihrem Leid und ihren Wunden. Der 1. September steht aber auch im Zeichen der Dankbarkeit für ein Leben in Frieden und für die die Praxis verlässlicher Nachbarschaft.

Zum 19. Mal laden nun die Versöhnungskirchengemeinde, das Amt für Kirchliche Dienste und die Hörbehindertenarbeit der Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zusammen mit der Innenstadtgemeinde zu diesem Geh-Denk-Weg ein. Er beginnt in diesem Jahr um 14.30 Uhr mit einer Abendmahlsandacht am Weltfriedenstag in der Görlitzer Frauenkirche. Ein unentgeltlich angebotener Bustransfer sorgt  dafür, dass die Teilnehmenden um 15.30 Uhr von der Frauenkirche aus zur ersten Station des Brückenweges, der Auferstehungskirche Görlitz-Weinhübel, gelangen. Dort versammeln sich alle Teilnehmenden um 16.00 Uhr zu einem Stations-Gebet. Von der Auferstehungskirche aus führt der Weg an den Stümpfen der Leschwitz-Posottendorfer Brücke vorbei und über die Neiße-Wiesen. Weitere Stationen sind gegen 17.00 Uhr am Franziskanerkloster in Weinhübel und danach am Görlitzer Viadukt vorgesehen. Der Brückenweg  endet schließlich gegen 18.30 Uhr mit einer Station an der Obermühle.

Der Geh-Denk-Weg  steht in diesem Jahr der Toleranz unter dem Motto „Zwischen Tragen und Ertragen“. In Zeitzeugenberichten und Erzählungen soll deutlich gemacht werden, wie gelebte Toleranz möglich und friedensfördernd wird: Von der Geduld, in der Unterschiede ausgehalten werden können, ist dann zu erzählen – genauso wie vom wechselseitigen Respekt, aber auch von einer mutigen Barmherzigkeit, die dort aufsteht, wo andere bedrückt und bedrängt werden.  Im Wahljahr 2013, in dem gerade auch an der Neiße wieder rechtsextreme Wahlplakate schlimme Ressentiments bedienen, zeigt der Brückenweg seine politische Bedeutung.

Alle Interessenten sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.

Für Rückfragen und Auskünfte steht zur Verfügung:

Pfarrer Dr. Hans-Wilhelm Pietz
Martin-Moller-Haus, Bei der Peterskirche 9, 02826 Görlitz
Tel: +49 (0)3581/ 428 70 05.

 

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