Tag des offenen Depots am 3. März 2013 im Handwerk 1 & 2

Herzlich willkommen in den neuen Funktionsgebäuden! Bevor ab Montag das Kulturhistorische Museum und die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften im Handwerk 1 und 2 einziehen, wird interessierten Besuchern am Sonntag, dem 3. März, von 10:00 bis 17:00 Uhr Gelegenheit zur Besichtigung geboten. Mitarbeiter des Museums und der Bibliothek stehen vor Ort als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im November 2011 haben die Arbeiten im 2. Bauabschnitt zur Sanierung der Objekte Handwerk 1 und 2 begonnen, Ende Februar 2013 erfolgte die Fertigstellung. Beide Häuser wurden denkmalgerecht saniert bzw. instandgesetzt entsprechend der Nutzeranforderungen bei größtmöglichem Substanzerhalt. Sie wurden mit neuer Haustechnik sowie modernster Brandschutz- und Sicherheitstechnik ausgestattet. Des Weiteren verfügen sie über einen barrierefreien Zugang bzw. einen Aufzug. Nach Abschluss der Restarbeiten im Außenbreich ist künftig der Übergang vom Hof des Barockhauses Neißstraße 30 zum Handwerk 1 möglich.

Das Kulturhistorische Museum freut sich, dass der Sammlungsbestand aus mehreren Außenlagern im neuen Depot zentralisiert wird und künftig unter idealen Bedingungen gelagert werden kann. Das Gebäude Handwerk 1 verfügt über gut 1.100 qm Grundfläche, die dank der eingebauten Rollregale eine viel größere Lagerfläche bieten und somit eine optimale Nutzung ermöglichen.

Eine halbe Million Objekte der Stadtgeschichte, Skulpturen, Kleinmöbel, Spielzeug, Glas, Keramik und Kunsthandwerk sind unterzubringen, davon sind mehr als 2.000 Kisten Archäologie, 24 Paletten mit großen Spolien, ca. 250 Stück kleinere Spolien, über 100 Kartons mit Textilien, mehr als 100 Kisten mit Waffen, 80 Herbarium-Kartons, 50 Kartons mit Münzen und Medaillen, mehr als 20 Kartons mit Abzeichen, 20 Kartons Siegel und zehn Kartons mit Schmuck. Hinzu kommen die Fotoschränke sowie ca. 60.000 Grafiken. Die rund 500 Gemälde werden künftig platzsparend an Gitterschiebewänden befestigt.

Das neue Bibliotheksgebäude Handwerk 2 bietet optimale Bedingungen für den Erhalt und die Benutzung der kostbaren Werke aus 1.000 Jahren Buch- und Schriftgeschichte. Die Leser erwarten nun ausgezeichnete Bedingungen für die eigene Beschäftigung mit der Geschichte unserer Stadt und der Oberlausitz. Im neuen Gebäude gibt es erstmals einen Lesesaal mit tausenden Bänden aktueller Literatur zur Regionalkunde in Freihandaufstellung. Hier steht auch der elektronische Katalog der OLB zur Verfügung. Er weist gegenwärtig ca. 125.000 Titel des Bestandes nach. Dennoch bleiben auch die alten Zettelkataloge, die zum Teil noch aus dem 19. Jahrhundert stammen, weiter unverzichtbar.

Die fünf neuen Magazine verfügen auf 2,5 Kilometern Regalfläche über Platz für rund 75.000 Bände. Die Räume wurden nach modernen konservatorischen und sicherheitstechnischen Aspekten ausgerüstet. Ein Magazin ist separat klimatisiert. Es wird künftig die wertvollsten Bestände der Bibliothek aufnehmen. Bücher aus der Zeit Johannes Gutenbergs und Handschriften aus dem Archiv der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften gehören dazu.

Bei der Planung und Ausstattung wurde darauf geachtet, dass mit den vorhandenen Mitteln sorgfältig und sparsam umgegangen wird. Rollregalanlagen ermöglichen sowohl der OLB als auch dem Kulturhistorischen Museum eine maximale Auslastung aller Räume.

In den Magazinen wird meist vorhandene Regaltechnik weiterverwendet und auch in den Arbeitsräumen der Mitarbeiter wird so weit wie möglich vorhandenes Mobiliar weiter genutzt. Neuanschaffungen sind auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt. Der neue Lesesaal der Bibliothek ist ebenso zeitlos wie zweckmäßig und ansprechend.

Barockhaus

Die Kosten für die Bauabschnitte 1 (Barockhaus Neißstraße 30) und 2 (Handwerk 1 und 2) betragen insgesamt rund 9 Millionen Euro, der größere Teil in Höhe von 5 Millionen Euro entfällt auf die Gebäude Handwerk 1 und 2.

Finanziert wurden die Maßnahmen zum überwiegenden Teil aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ (SDP) Fördergebiet „Historische Altstadt“ in Görlitz. Unterstützt wurde das Vorhaben auch mit Mitteln der Altstadtstiftung. Die Gesamtkosten betragen rund 9 Millionen Euro, davon sind jeweils 3,5 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land sowie 1,75 Millionen Euro Eigenmittel der Stadt Görlitz.

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