Clavichord zurück in Görlitz

Ein wertvolles Clavichord aus den Beständen des Kulturhistorischen Museums ist nach acht Monaten Restaurierung ins Museum zurückgekehrt. Das spätbarocke Tasteninstrument wurde 1762 von Christian Gottfried Friederici in Gera gefertigt. Seine Clavichorde waren berühmt für ihren Klang und ihre sorgfältige Verarbeitung. Philipp Emanuel Bach, Leopold Mozart und andere namhafte Musiker spielten auf Instrumenten aus der Geraer Werkstatt.

Heute existieren weltweit nur noch vier Friederici-Clavichorde, die sich in Museen in Leipzig, Paris, Wien und Görlitz befinden. Das hiesige Exemplar wurde erst vor wenigen Jahren im Depot des Kulturhistorischen Museums wiederentdeckt. Zwar gehört es zu den schon am längsten in Museumsbestand befindlichen Objekten. Allerdings war es seit mehr als einhundert Jahren nicht mehr ausgestellt und so in Vergessenheit geraten. Mit Hilfe der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien konnte das wertvolle Tasteninstrument in der Restaurierungswerkstatt des Händel-Hauses in Halle konserviert und restauriert werden. Nachdem diese Arbeiten nun erfolgreich abgeschlossen wurden, ist das Clavichord seit wenigen Tagen dauerhaft im Ausstellungsbereich der Ameiß’schen Wohnung im Barockhaus Neißstraße 30 zu sehen. Hier verweist es auf Hausmusik, wie sie in einem Kaufmannshaus der Barockzeit gepflegt wurde.

Am 12. Mai 2013, 15:00 Uhr lädt das Kulturhistorische Museum mit freundlicher Unterstützung des PhilMehr! Philharmonische Brücken e. V. zu einer Matinee mit einer Präsentation des Instruments sowie einem Kammerkonzert auf dem Nachbau eines historischen Clavichords ein.

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