Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt Aufbau der neuen Dauerausstellung im Kaisertrutz

Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützt den Aufbau des neuen Ausstellungsbereiches im Kaisertrutz „Die Nachkriegs- und DDR-Geschichte“ mit 25.000 Euro.

„Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Das Geld soll insbesondere dafür eingesetzt werden, der jüngeren Generation Thematiken aus der Nachkriegs- und DDR-Zeit zu vermitteln.“, erklärt Museumsleiter Dr. Jasper von Richthofen.

Das Museum hatte sich mit seinem Ausstellungskonzept bei der Bundesstiftung Aufarbeitung um die Förderung zur Realisierung eines Teilbereichs der neuen Dauerausstellung beworben. Auf fast einem Drittel der zur Verfügung stehenden Ausstellungsfläche in der ersten Etage soll die Geschichte von 1945 bis 1990 abgebildet werden.

Die Görlitzer Geschichte in der Kriegs- Nachkriegs.- und DDR-Zeit weist einige Besonderheiten auf. So wurde die Stadt – vom Zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört – in Folge des Potsdamer Abkommens 1945 zur geteilten Grenzstadt, die zunächst Flüchtlingsströmen Hunderttausender Vertriebener aus Schlesien Obdach bot. Zudem zählte Görlitz neben den Großstädten Leipzig und Berlin zu den Brennpunkten des Volksaufstandes am 17. Juni 1953.

In der Dauerausstellung dargestellt werden soll auch das Verhältnis zur polnischen Partner- und Nachbarstadt Zgorzelec. Die Besucher sollen durch die Ausstellungsinhalte zur kritischen Auseinandersetzung mit einzelnen zeitgeschichtlichen Themen angeregt werden. Großes Augenmerk liegt auf dem selbstständigen „Ausprobieren“ und „Anfassen“ sowie dem Erfassen der Inhalte mit allen Sinnen. Zielgruppen der Ausstellung und des dazugehörigen Begleitprogramms sind die Görlitzer und Zgorzelecer Bürger aller Altersgruppen. Die Dreisprachigkeit deutsch, englisch und polnisch wird durchgängig realisiert.

Görlitzer OnlineShop Logo
 

Ihnen gefällt diese Seite? Zeigen Sie es Freunden: