Bürgerliche Kultur des Barockzeitalters. Kunst und Wissenschaft um 1800

Für Sonntag, den 21. Oktober, 14.00 Uhr lädt das Kulturhistorische Museum Görlitz zu einer Hausführung durch das Barockhaus Neißstraße 30 mit Klaus Wilmes ein.

Mitten im Herzen der Altstadt, direkt an der via regia, befindet sich das Barockhaus Neißstraße 30. Es entstand 1726 bis 1729 für den Handelsherrn Johann Christian Ameiß. Mit großen Geschäfts- und repräsentativen Privaträumen gilt es als das bedeutendste Handels- und Wohnhaus der Barockzeit in Görlitz. Gleichzeitig ist es seit Langem geistiges Zentrum der Oberlausitz. Die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften – gegründet 1779 – hatte hier von 1804 bis 1945 ihren Sitz. Seit 1951 ist das Haus Teil des städtischen Museums.

Die repräsentativen Räume im ersten Obergeschoss des Vorderhauses führen als ehemalige Wohnräume des Hausherrn mit Interieur-Inszenierungen, original erhaltenen, farbigen Stuckdecken und ausgewählten Exponaten die Vielfalt barocker Lebenswelten des 18. Jahrhunderts in Görlitz und der Oberlausitz vor Augen. In Sammlungskabinetten werden bedeutende Gemälde und Skulpturen des 17. und 18. Jahrhunderts, Gold- und Silber­schmie­dearbeiten, geschnittene Gläser, Por­zellan- und Fayencegefäße, Prunktextilien und Kunstwerke auf Papier präsentiert. Es schließt sich die Raritäten- und Wunderkammer der Milich‘schen Bibliothek des 18. Jahrhunderts mit seltenen Objekten der Künste und Wissenschaften an. In diesem Geschoss befindet sich auch die Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften mit ihren berühmten historischen Räumen und herausragenden Buchbeständen.

Das zweite Obergeschoss ist dem Wirken der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften gewidmet. Hier ist als herausragende Kostbarkeit das Physikalische Kabinett des Gelehrten Adolf Traugott von Gersdorf zu bewundern. Es enthält unter anderem die 1792 gefertigte, große Scheibenelektrisiermaschine eines seinerzeit berühmten Amsterdamer Konstrukteurs. In weiteren historischen Sammlungsräumen, wie dem Altertümerkabinett, dem Literatur- und Musikalienkabinett und dem Graphischen Kabinett, werden die überregional bedeutenden Görlitzer Bestände zur Kunst- und Wissenschaftsgeschichte der Aufklärungszeit in größerem Umfang öffentlich präsentiert.

Foto: Blick in die Ameiß’sche Wohnung (Foto: Museum)

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Für weitere Informationen wählen Sie bitte folgende Telefonnummer: 03581/ 67 14 17.

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