Ananas! Die Königin der Früchte im Muskauer Park

Die Schlossgärtnerei mit der neuen Dauerausstellung im UNESCO Weltkulturerbe Fürst-Pückler-Park Bad Muskau

Eine Ananaszucht in Bad Muskau? Geht denn das? Es geht und es ist keine fabulierte Münchhausen-Geschichte, sondern ganz passend zum ehemaligen Hausherrn, dem schillernden Fürsten Hermann Pückler-Muskau, eine belegte Historie, ganz fürstlich und wahrhaft königlich.

Der reiselustige Gourmet und Parkgestalter, der zu seiner Zeit viel gelesene Autor (mehr als Goethe), Dandy und Namensgeber eines Eises, Fürst Hermann von Pückler-Muskau, war ein Liebhaber der Ananas. Die Königin der Früchte kam bei ihm nicht nur als Dessert, Bowle oder Eis auf den Tisch. Er verschenkte die damals noch wertvolle und seltene Frucht auch gern an die von ihm angebeteten Damen – wohlgemerkt aus seiner eigenen Ananaszucht, die nach seinen Plänen auf eine Jahresproduktion von bis zu 3000 Stück entwickelt werden sollte. Dazu kam es nicht, aber die Liebe zur Frucht blieb und so wurde sie nicht nur in Bad Muskau, sondern auch später in den Gewächshäusern von Schloss Branitz, Cottbus gezüchtet.

Mit der neuen Ananas-Dauerausstellung wird dabei nicht auf die Pücklersche Ananas-Liebe eingegangen, sondern der Weg der königlichen Frucht aus Südamerika von Kolumbus bis in die heutige Zeit dokumentiert. In Vitrinen werden Kuriositäten, Andenken, Kunst und Kitsch gezeigt und dank der Unterstützung des ehemaligen Dole Managers und Buchautors Erich Hinrichs aus Hamburg können schon jetzt auch ausgewachsene Ananaspflanzen gezeigt werden. Eigene Früchte werden in der Schlossgärtnerei aufgrund des Reife-Zyklus frühestens in drei Jahren zu sehen sein.

Geöffnet vom 23. Mai bis zum 31. Oktober

Ort: Schloss und Park Bad Muskau, „Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“

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