18. Görlitzer Brückenweg am 1. September 2012

Gedenken an das Grauen des Krieges und die Kraft der Versöhnung

Zum 18. Mal führt der Görlitzer Brückenweg am 1. September  ab 16.00 Uhr zu den zerstörten und wieder aufgebauten Brücken an der Neiße

Jahr um Jahr hilft am 1. September in Görlitz der Geh-Denk-Weg entlang der zerstörten und wieder aufgebauten Brücken an der Neiße zu einer wachen Erinnerung an das Grauen des Krieges und die Kraft der Versöhnung. Am 1. September 1939, vor 73 Jahren, begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der 2. Weltkrieg. Er sollte von Anfang an als Vernichtungskrieg geführt werden. In einer geheimen Rede Hitlers vom 22. August 1939 war dies schon vor den höchsten Vertretern der Wehrmacht deutlich ausgesprochen worden: Das Ziel des Krieges sollte nicht „das Erreichen einer bestimmten Linie“, sondern „die Vernichtung des Feindes“ sein.

Beim Görlitzer Brückenweg wird das unsagbare Leid, das infolge der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik von Deutschland aus über die Völker der Erde gebracht worden ist, erinnert. Erinnert wird auch das Leid all derer, deren Leben durch die Verluste des Krieges und der Kriegsfolgen bis heute gezeichnet ist. Bei kurzen Andachtsstationen werden aber auch die Gabe eines Lebens in Frieden und aufmerksamer Nachbarschaft, die Gabe der Versöhnung und die Aufgabe, mit dem Anderssein des anderen zu leben, bedacht. Die Fragen, die uns heute angesichts deutscher Rüstungsexporte und der Veränderungen im Bereich des Wehr- und Wehrersatzdienstes bewegen, werden nicht verdrängt.

Zum Görlitzer Brückenweg laden die Evangelische Versöhnungskirchengemeinde und die Evangelische Innenstadtgemeinde Görlitz zusammen mit dem Amt für kirchliche Dienste und der Gehörlosenarbeit der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ein. Er beginnt um 16.00 Uhr in der Auferstehungskirche Görlitz-Weinhübel und endet gegen 19.00 Uhr oberhalb der Görlitzer Altstadtbrücke in der Krypta der Peterskirche.

Kontakt:
Pfarrer Dr. Hans-Wilhelm Pietz, Tel. (0 35 81) 4 28 70 00
Pfarrer Ulrich Wollstadt, Tel. (0 35 81) 76 56 90

 

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