Patagonien 2 – Berge im Kopf – DIA-Show am 4. Februar 2012

Superstar der Anden, Olymp der Freeclimber, steingewordener Mythos so wird der Cerro FitzRoy genannt. Der riesige Granitturm beherrscht den südlichen Teil der patagonischen Anden und zählt zu den großartigsten und gleichzeitig schwierigsten Bergen der Welt. Es gibt nur wenige Gipfel, die sich so in das Gedächtnis eines Alpinisten einbrennen. Vor allem weil er sich sehr markant aus seiner Umgebung abhebt. Der Höhenunterschied beträgt fast 3000 Meter!

Doch bei aller Anziehungskraft einer solch grandiosen Berggestalt, hat die ganze Sache einen Haken! Und den hat Reinhard Karl schon vor 30 Jahren auf den Punkt gebracht: „Bergsteigen in Patagonien ist wie im Kühlschrank sitzen und Geldscheine verbrennen”. Durch die geographische Lage in direkter Nachbarschaft mit der extremen Wetterküche des patagonischen Inlandeises ergibt sich eine höchst instabile Wetterlage, bei der sich Regen, Schnee und Sonnenschein an einem einzigen Tag ständig abwechseln. Häufig ist der Fels vereist und schneebedeckt. Doch besonders der berühmt berüchtigte Starkwind aus Westen, der mit brachialer Gewalt über den FitzRoy herfällt, das Gehen unmöglich werden lässt, Zelte zerfetzt und für Bergsteiger in der Wand schnell lebensgefährlich wird, macht das Bergsteigen in Patagonien so kompliziert. Und hier gibt es keine leichten Anstiege! Auch die sogenannten Normalwege sind anspruchsvollste Routen, die den siebenten und achten Grad erfordern.

Für mich war dieser Berg gleichzeitig ein großer Traum und die vielleicht schwierigste Herausforderung in meinem Bergsteigerleben. Ich war mir sicher, dass wir das nötige Wetterglück haben würden bei unserer Besteigung, weil wir es doch so sehr wollten. Doch wir mussten wieder einmal erleben, wie gleichgültig die Berge gegenüber unseren Wünschen und Träumen bleiben. Ob wir oben stehen, wochenlang vergeblich auf unsere Chance warten oder an ihnen zugrunde gehen, ist ihnen vollkommen egal. Doch kurz vor Ende der Expedition passierte ein kleines Wunder. Nach zwei vergeblichen Versuchen bekamen wir doch noch eine letzte Chance.

Wann: 4. Februar 2012 – 17.00 Uhr
Wo: Humboldthaus Görlitz, Platz des 17. Juni, 02826 Görlitz
Ticket: im Touristbüro i-vent
Preis: 8,00 € Vollzahler; 6,50 € (Schüler, Studenten, Schwerbehinderte, Arbeitslose)

oder hier im Onlineshop

Olaf Rieck – Abenteuer Leben Part I from ulF wogensTein on Vimeo.

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