Mehr Promis beim Schlesischen Nach(t)lesen in Görlitz 12.03.2011

sz-online, 09.03.2011:

Mehr Promis beim Schlesischen Nach(t)lesen

Von Ines Eifler

Gibt es überhaupt noch genug Literatur, um eine vierte schlesische Lesenacht mit Texten zu füllen, die die Menschen hören wollen? „Unbedingt!“, sagt Maximilian Eiden, Kulturreferent für Schlesien, der gemeinsam mit dem Touristbüro i-vent am 12.März das 4.Schlesische Nach(t)lesen organisiert. „Wir sind ja nicht eingeengt auf einen Begriff der schlesischen Heimatliteratur, sondern nutzen die Fülle und Vielfalt polnischer und deutscher Autoren, die aus oder über Schlesien geschrieben oder einen Bezug zu der Gegend haben.“

Dazu gehören diesmal zwei Männer, die aus eigenen Texten lesen. Einmal der aus Zittau stammende Schriftsteller Gernot Wolfram, der Schlesien von seiner Lehrtätigkeit an der Universität Wroclaw kennt. Sein Roman „Samuels Reise“ handelt in Polen. In Daniela Kaps‘ Friseursalon am Fischmarkt wird er daraus lesen. Ein Buch, das in Görlitz und Zgorzelec spielt, ist Joachim Ottos „Görli und Gregorek“. Darin geht es um eine Liebe zwischen zwei Katzen von links und rechts der Neiße. Otto lebt seit einigen Jahren in Görlitz und wird aus seiner soeben erschienenen Geschichte bei i-vent vorlesen.

Natürlich sind unter den Lesern wieder viele lokale und überregionale Prominente. Den früheren sächsischen Wirtschaftsminister Thomas Jurk, die Ehefrau des ehemaligen Ministerpräsidenten, Angelika Milbradt, den früheren Regionalbischof Hans-Wilhelm Pietz und den Görlitzer Siemens-Chef Markus Tacke konnte Max Eiden gewinnen. Ebenso den ehemaligen Kulturamtsleiter Stefan Waldau, die Besitzerin von Schloss Lomnitz Elisabeth von Küster, den Zittauer Theaterintendanten Carsten Knödler und die Görlitzer Hochschulprofessorin Jutta Blin.

Der Regisseur René Harder wird gemeinsam mit dem neunjährigen Dar Ronge aus den Erinnerungen des schlesischen Hofmarschalls Hans von Schweinichen lesen. Diese bieten einen ungeschönten Einblick in das pralle, verschwenderische höfische Leben im 16.Jahrhundert. Der passende Ort für dieses Stück Lesenacht ist das Weinhaus Krüger am Untermarkt.

Auch alle anderen zwölf Orte liegen diesmal in der Altstadt. Die Wege sind kurz von einem zum nächsten Literaturerlebnis. Der einzige polnische Ort ist das Muzeum Luzyckie am Zgorzelecer Neiße-Ufer. „Das ist keine Missachtung der polnischen Seite“, sagt Max Eiden, „aber die Orte sollten kompakt liegen. Dafür lesen wir mehrfach deutsch und polnisch, einmal sogar dreisprachig.“ Die MDR-Radio-Moderatorin Diana Fritzsche-Grimmig wird Gedichte auch auf Obersorbisch vortragen. Für das echt schlesische Kolorit sorgt das „Schlesische Tippelweib“ Marianne Scholz-Paul mit mundartlichen Texten.

Seit 2007 lädt der Kulturreferent für Schlesien zu dem literarischen Spaziergang an besondere Orte in Görlitz und Zgorzelec ein. Gehörten in der Vergangenheit eine alte Straßenbahn oder das Stübchen des Dicken Turms dazu, ist diesmal die Geigenbauwerkstatt von Albrecht Höppner in der Kränzelstraße der ungewöhnlichste Ort.

12. März 19-23 Uhr, Karten im Schlesischen Museum und bei i-vent: VVK 5,00 Euro, AK 7,00 Euro.

 

Programmheft hier zum Durchblättern.

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