BJÖRN CASAPIETRA – im Interview kurz vor seinem Konzert in Görlitz.

Freitag, 17.09.2010 19.30 Uhr

Ev. Kreuzkirche Görlitz-Südstadt, Arndtstraße

BJÖRN CASAPIETRA „CELTIC PRAYER“

Die geheimnisvollsten Liebeslieder der Welt – Die Konzerttournee 2010 zur neuen CD (VÖ 25.03.2010) geht weiter!

„Einfach unvorstellbar, so ein Leid zu erleben“

Der „neue“, ruhige Björn Casapietra macht es vor – er möchte mit seiner Musik den Görlitzern ein bisschen Ablenkung und Entspannung bringen. Zu seinem Konzert lädt Björn Casapietra 15 Erzieher und Helfer der ASB-Kita „Zwergenland“ Hagenwerder ein, die von der Flutkatastrophe besonders betroffen waren.

Tenor Björn Casapietra gastiert in Görlitz und zeigt ein Herz für seine Lieblingsstadt
Sein Vater Herbert Kegel, der ehemalige Dirigent und Chef der Dresdner Philharmonie, prägte bei Björn Casapietra die Liebe zu Görlitz heraus. Am 17. September kommt der Tenor zu seinem zweiten Konzert in die Neißestadt.

Wie waren Ihre Gefühle, als die Hochwasserbilder über die TV-Bildschirme flimmerten?
Schrecklich. Das ist unvorstellbar, das eigene Heim und alles was man besitzt zu verlieren und kann nichts dagegen machen. Wenn man diese Bilder gesehen hat, kann man einfach nur helfen wollen.

Wie kann man denn als Musiker helfen?
Musik hat eine gewisse Verantwortung. Nicht nur, wie in diesen grauenhaften Castingshows im Fernsehen, die Pflicht zu unterhalten, sondern auch der Seele gut zu tun. Ein gutes Konzert muss eine Wärme im Herz auslösen.

Sie wollen jetzt Hochwasseropfern konkret helfen?
Ja. Durch den WochenKurier habe ich von der Kita Zwergenland in Hagenwerder und dem unermüdlichen Einsatz der Erzieherinnen und ihrer Helfer erfahren. 15 von Ihnen lade ich zum Konzert ein und werde mich danach mit Ihnen in einer gemütlichen Runde zusammensetzen. Ich habe selbst eine kleine Tochter und weiß diesen Einsatz für Kinder absolut zu schätzen.

Ihrer Tochter Stella-Cheyenne haben Sie auf Ihrem neuen Album „Celtic Prayer“ (Keltisches Gebet) auch einen Song gewidmet?
Ja, denn sie hat mein ganzes Leben verändert. Sie gibt mir Kraft und ich genieße jede Minute mit Ihr.

Das dürfte bei einer Tour aber schwierig sein – hört Sie wenigstens Ihre Musik?
(lacht) Die langweilt sie mit ihren 19 Monaten eher. Aber ich versuche sie langsam heranzuführen, zurzeit geht sie aber lieber bei lebhafterer Musik ab.

Im Februar 40 Jahre geworden und Ihr fünftes Studioalbum produziert, das einen Entwicklungssprung darstellt. Ihrem „Alter“ geschuldet?
Jein, man wird vielleicht ruhiger, aber es passte auch so alles. Der große Druck ist jetzt weg, ich bin entspannter und kann dadurch besser singen. Ich möchte die Zuhörer an meinem persönlichen Glück teilhaben lassen. Gerade bei „Celtic Prayer“ bleibt kein Auge trocken – ich will die Leute überzeugen, nicht nur unterhalten.

Hört man Ihr Album, fühlt man sich sofort wie in einem „Herr der Ringe“-Film. Absicht?

Ja, ich bin absoluter Fan der „Herr der Ringe“-Trilogie. Nennen wir es mal Eskapismus – die Flucht aus der Realität. Dies ist mit guten Filmen und guter Musik möglich. Und viele Leute wollen das – oder warum sind Fantasy-Filme wie „Avatar“, „Fluch der Karabik“ oder eben „Herr der Ringe“ solche Kassenschlager? Meine Zuhörer sollen das Gefühl bekommen, sie wären als Frodo im Auenland unterwegs. Nicht umsonst werde ich aus dieser Trilogie auch „May it be“ von Enya singen.

Hören die Besucher Ihres Konzerts nur Titel vom neuen Album?
nein, natürlich spiele ich auch ältere Songs. Zum Beispiel „A Petal Of A Rose“, das nach den Downloads bei I-Tunes schon ein kleiner Hit geworden ist, und natürlich das „Hallelujah“ von Leonard Cohen. Und alle Görlitzer sollten sich schon mal einsingen. Die, die letztes Jahr da waren wissen, dass ich meine Zuhörer auch mal für einen Chor benötige… (lacht)

Auf „Celtic Prayer“ ist er mit Solis vertreten – begleitet Sie dieses Jahr Ihr Halbbruder, Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker, mit nach Görlitz?
Ich hoffe es, kann es aber noch nicht versprechen.

Und nach dem Konzert sofort wieder Abreise oder bleibt dieses Jahr die Zeit für einen Stadtbummel?

Ich versuche es möglich zu machen, dass wir hier übernachten und um dann nach einem Frühstückskaffee die schönste Stadt meiner Tournee zu erkunden.

Sie heiraten nächstes Jahr. Es war zu hören, dass Sie und Ihre Freundin noch keine Einigkeit über den Ort der Trauung gefunden haben – vielleicht Görlitz?

(lacht) Mittlerweile haben wir uns geeinigt, Görlitz wird es leider nicht. Aber es wird Ende Mai nächsten Jahres in einem Schloss bei Berlin richtig romantisch. Besonders wenn mein Bruder dann für uns spielt.

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