„Juden in Sachsen“, Förderkreis Görlitzer Synagoge e.V. zeigt Wanderausstellung

Förderkreis zeigt Wanderschau „Juden in Sachsen“

Einen Einblick in die Geschichte jüdischen Lebens in Sachsen gibt ab sofort eine Ausstellung in der Görlitzer Synagoge. Die Präsentation mit dem Titel „Juden in Sachsen“ ist eine Leihgabe der Landeszent­rale für politische Bildung. Sie hatte die insgesamt 25 Informationstafeln erstmals 2002 in ihren Räumen in Dresden gezeigt. Der Förderkreis Görlitzer Synagoge holte die Wanderschau nach Görlitz, um den imposanten Kuppelsaal inhaltlich zu bereichern.

Bis Ende August ist die Ausstellung zu dem ausgesprochen passenden Thema in der Synagoge zu sehen, allerdings nur zu den Öffnungszeiten an jedem Sonntag, wenn der Verein zwischen 11.00 und 13.00 Uhr Führungen in dem Jugendstilbau anbietet. Gelegenheit für einen Streifzug durch jüdische Geschichte besteht auch vor Veranstaltungen. So gibt es am 13. Juni um 19.00 Uhr das erste Lehrkonzert in der Reihe „Jüdisches Leben im 20. Jahrhundert“. Dabei tritt der Dresdner Synagogenchor mit dem Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl auf. Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Dresden, Nora Goldenbogen, spricht zuvor über jüdisches Leben in Deutschland in der Gegenwart.

Die Ausstellung „Juden in Sachsen“ legt den Schwerpunkt auf die Ge­schichte des 19. und 20. Jahrhunderts. In Wort und Bild wird dabei der Spannungsbogen verdeutlicht, der von relativer Integration der Juden in Staat und Gesellschaft über totale Ausgrenzung bis hin zur Massenvernichtung reichte. Für bestimmte Themen wurden repräsentative oder besonders gut erforschte Beispiele ausgewählt, für jüdisches Unternehmertum etwa der Schocken-Konzern. Dessen Warenhäuser fanden sich in mehreren sächsischen Städten, darunter in Chemnitz und Zwickau. Die Verfolgung sächsischer Juden während des Nationalsozialismus wird anhand von drei Einzelschicksalen dokumentiert.

Die Ausstellung geht auch auf die Anfänge jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Freistaates in der Zeit zwischen 1000 und 1350 ein. Weitere Kapitel widmen sich der Entwicklung jüdischer Gemeinden in der früheren DDR und nach 1990.

Termin: Sonntag, 13. Juni 2010, 19.00 Uhr, Synagoge, Otto-Müller-Straße, Görlitz, Lehrkonzerte „Jüdisches Leben im 20. Jahrhundert“:

Vortrag über jüdisches Leben in Deutschland heute und Konzert des Dresdner Synagogenchores unter Leitung von Ursula Philipp-Drescher und Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl

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