„Michael Jazzson”: Die opulente Jazz-Rock-Hommage an Michael Jackson

Heute den 26. Mai 2010 wird das LeipJAZZig-Orkester unter der Leitung von Stephan König zum Auftakt der 15. Jazztage Görlitz, die größten Hits der genialen Pop-Ikone verarbeiten. Beginn um 20.00 Uhr, „Unerhörte Orte“, ehem. Autohaus, Konsulstr. 19.

Rezension in der Leipziger Volkszeitung, 28.11.2009, von Christine Kükenshöner: Leipjazzig-Orkester – Michael Jackson wird Michael Jazzson: „Die letzten Takte des Earth Songs sind gerade verklungen, da erhebt Pianist und Dirigent Stephan König noch einmal die Stimme: „Ich glaube, es ist wirklich so. Er hat uns heute irgendwie zugehört.“ Mit „Er“ meint der Leiter des Leipjazzig-Orkesters natürlich den King of Pop höchstpersönlich. Einen Sitzplatz allerdings hätte auch Michael Jackson an diesem Abend nicht mehr bekommen, höchstens einen Steh­platz an der Bar. (…)

Mit viel Lust am Spiel, ohne Angst vor Pathos und doch mit kühnem Augenzwinkern zollen 13 Männer und eine Frau (Natascha Zickerick an der Tuba) dem Schöpfer jener Songs Respekt, die sie an diesem Abend in ein harmonisch neu gestricktes Gewand kleiden. Ein rhythmisches Kopfnicken in sämtlichen Sitzreihen bezeugt, dass Königs Adaptionen die versammelten Generationen überzeugen. Und vielleicht ergeht es ihm ebenso wie manch anderem Konzertbesucher: Augenblicklich vergisst man, dass es einmal eine andere Version von „Black or White“ oder „Thriller“ ge­geben haben könnte.

Ein solcher 14-köpfiger, wendiger, immerzu zum Sprung bereiter Klangkörper ist nicht nur schön zu hören, sondern auch schön anzusehen: musikalischer Beziehungs­reichtum ausgedrückt in lauter Blicken, Gesten, Schmunzeln, Lachen. König, der Maestro am Piano, sorgt mit erhobener rechter Hand für die aus­gewogenen Einsätze der freien Soli sowie Duette zwischen Bläsern, Streichern und der Bass-Gruppe. Mit fallender Hand führt er seine Musiker sicher zurück ins Tutti, und mit herzlichem Lächeln bedanken sich die Solisten für jeden Zwischenapplaus. (…)

Mit großem Schwung zwischen höchster Anspannung und tiefster Entspannung machten die Solokünstler aus Leipzig, Dresden und Berlin diesen Abend zu einem Höhepunkt des Leipjazzig Herbstes 2009.”

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